Stress & Hormone


 

 
 

 

 

 

Wer würde nicht auch liebend gern dem Stress entfliehen?

Um zu verstehen, was Stress mit uns macht, beschreiben wir Ihnen nachfolgend die am Stress beteiligten  Hormone sowie deren Auswirkungen.

 
Hormone und deren Auswirkungen
 
Nebennierenmark (NNM)
Das NNM ist Teil der Nebenniere, die wiederum der Niere als pyramidenförmige Drüse aufsitzt. Bildungsort des Katecholamine Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Bei Unterfunktion durch andere Teile des sympathischen NS ersetzbar. Bei Überfunktion z.B. bei einem Phäochromzyton (seltene Tumorart), kommt es zur vermehrten Ausschüttung von Katecholaminen.
 
Adrenalin
Adrenalin ist ein Hormon und Neurotransmitter (chemische Substanz, die an die Enden der Nerven Erregungen weiterleiten) aus dem Nebennierenmark (NNM), Reizstoff der sympathischen Nervenfasern; Wirkung: steigert Pulsfrequenz, HMV und damit den systolischen (ausströmend) Blutdruck, in hohen Dosen gefäßverengend, vermindert die Darmperistaltik (Darmaktivität), Erweiterung der Bronchien, bewirkt Schweißausbrüche und Hyperglykämie (erhöhter Glucoseanteil im Blutserum).
 
Noradrenalin
Noradrenalin ist ein Hormon des Nebennierenmarks (NNM), welches auf das Vegetative Nervensystem wirkt. Es steigert z. B. den Blutdruck, beschleunigt die Herzschlagfrequenz, bewirkt eine Verengung der Arterien, vermindert die Durchblutung von Haut und Verdauungsorganen und hemmt z. B. die Darmtätigkeit.
 
Cortison
Cortison ist eines der Hormone der Nebennierenrinde (NNR); die biologische Vorstufe des Kortisols, das entscheidend an der Steuerung des Zuckerstoffwechsels beteiligt ist. Deshalb wird es zur Gruppe der Glukokortikoide gerechnet. Es hat weiterhin Einfluss auf den Blutdruck und wegen seiner Verwandtschaft mit dem Mineralokortikoid Aldosteron in hohen Dosen auch Einfluss auf den Haushalt der Mineralsalze.
 
Aldosteron
Aldosteron ist ein weiteres Hormon der Nebennierenrinde (NNR). Es beeinflusst wesentlich die Steuerung des Natrium-, Kalium- und Wasserhaushalts sowie des extrazellulären Flüssigkeitsvolumens und des Plasmavolumens. Aldosteron bewirkt unter anderem eine Erhöhung der Natrium-Rückresorption und eine vermehrte Kalium-Ausscheidung in der Niere. Die Folge ist eine Vermehrung des Blutvolumens und ein Anstieg des Blutdrucks.
 
Endorphin
Endorhin hingegeb ist ein Endogenes Morphin, opiatähnlicher Stoff (Neuropeptide), die in den gefühls- und triebregulierenden Arealen des Zwischenhirns 1975 erstmals nachgewiesen wurden. Bei der experimentellen Verabreichung von Endorphinen wurde nicht nur eine Dämpfung des Schmerzempfindens, sondern auch Einflüsse auf die Atmung, den Blutdruck, die Darmtätigkeit und Wärmeregulation festgestellt. Besonders das Beta-Endorphin-System im Zwischenhirn scheint bei euphorischen Zuständen, z. B. beim Heilfasten oder in existentiellen Grenzerfahrungen, eine Rolle zu spielen. Ebenso wurde bei der Vergabe von Antidepressiva eine Vermehrung der Endorphin-Bindestellen (sogenannte "Opiat-Rezeptoren") im Gehirn festgestellt.
 

Was macht Stress nun mit uns?

 
Stress macht vergesslich!
Das Hormon Cortiosl spielt eine wichtige Rolle. Stress stimuliert aber auch andere Gehirnregionen; es kommt zur Ausschüttung von Substanzen, die über die Blutbahn in die Nebennierenrinden gelangen und dort Cortisol freisetzen.
 
Stress macht aggressiv!
Jungen, die nur geringe Mengen des Stresshormons Cortisol im Körper haben, sind einer Studie zufolge aggressiver als Gleichaltrige. Vier Jahre lang haben amerikanische Wissenschaftler verhaltensauffällige Jungen beobachtet und deutliche Abweichungen bei der Cortisolproduktion festgestellt. Die ausgewählten Kinder waren bereits in jüngeren Jahren durch erhöhte Kampfbereitschaft oder den Gebrauch von Waffen aufgefallen. Die Verhaltensunterschiede haben nach Meinung der Forscher mit Intelligenz oder sozialer Herkunft nichts zu tun.
Die Ergebnisse zeigten vielmehr, dass Aggressivität auch biologische Gründe haben kann.
 
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